In Hoi An waren wir ganze 3 Nächte im Hotel. Wir haben uns Hoi An für einen längeren Aufenthalt ausgesucht, weil die Altstadt total schön ist und wir hier ein Hotel direkt am Strand haben. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Es war zwar angenehm zum Spazierengehen, aber bei ca. 22 Grad und Bewölkung kein Strandwetter.

Am Vormittag sind wir nach dem Besuch des Minh Mang Grabes in Hue weiter über den Wolkenpass nach Hoi An gefahren. Der Wolkenpass hat seinem Namen alle Ehre gemacht, es war nämlich sehr wolkig oben. Zuerst aber haben wir noch bei einer Austernfarm halt gemacht und dort einen Kaffee getrunken.

Austernfarm

Dann sind wir via Wolkenpass nach Da Nang gefahren, wo wir das Cham Museum besucht haben. Am Eingang stand gleich mal eine Statue von Miku.

Miku

Die hinduistischen Cham sind ursprünglich aus Borneo mit dem Schiff in Vietnam gelandet und haben sich hier angesiedelt. Sie sind die Ureinwohner von Vietnam/Kambodscha und waren vor den Vietnamesen hier (im 1. Jahrtausend vor Christus). 1692 sind dann die Reste des Cham Reiches endgültig von den Vietnamesen besiegt worden. Sie wurden auch im 20. Jahrhundert noch weiter verfolgt und es gibt jetzt nur noch 150-200.000 Cham in Vietnam, die jetzt aber als eine der 54 ethnischen Gruppen in Vietnam anerkannt sind.

Im Cham Museum sind Statuen und Teile ihrer Bauwerke ausgestellt

Cham Museum

Wir werden später nochmal über die Cham reden, da wir Tag 3 in Hoi An bei einem Cham Tempel waren.

Unser Hotel in Hoi An liegt direkt am Strand und hat einen wunderschönen Pool. Leider war das Meer mit roten Flaggen zum Schwimmen gesperrt wegen dem stürmischen Wind.

Hotel Wind

Am Nächsten Tag in der Früh sind wir in die Altstadt von Hoi An gefahren. Zuerst haben wir eine Markthalle gesehen. Dort gibt es sowohl Essstände als auch frisches und sehr gut aussehendes Fleisch. Alles total sauber und gar keine Fliegen bei dem frischen rohen Fleisch, Obst und Gemüse.

Markthalle

Wir haben in Hoi An auch einige Chinesische Tempel gesehen, mit vielerlei bunten Drachen.

Tempel Drachen

Am späten Vormittag haben wir uns eine Vorführung von traditioneller Kunst angesehen. Hier im speziellen Tanz, die lokale Musik mit sehr interessanten Instrumenten, sowie ein traditioneller Cham Tanz.

Besonders auffällig in Hoi An sind die vielen Lampione. Die sind hier wirklich überall und auch total schön und in allen Farben. Das war wirklich beeindruckend.

Lampione Lampione

Vor dem Mittagessen waren wir sogar bei einem Lampion-Workshop und durften unsere eigenen Lampione bespannen. Wir haben sie auch mitnehmen dürfen.

Lampione

In Hoi an gibt es auch noch eine interessante Brücke - die Japanische Brücke. Sie hat einen Tempel in der Mitte vom Fluss und wurde im 16. Jahrhundert von den Japanern gebaut, die auf der einen Seite gelebt haben, um leichter mit den auf der anderen Seite ansässigen Chinesen zu handeln. Der Tempel wurde dann 1653 auf der Brücke errichtet um, der Legende zufolge, das Erbeben-verursachende Monster Namazu zu beschwichtigen.

Japanische Brücke

Zu Mittag sind wir dann auf einer kleinen Insel im Gemüsedorf (Vegetable Village) Tra Que eingekehrt.

Vegetable Village

Angela und ich haben unseren Tourguide sehr verwirrt weil wir gesagt haben er braucht uns nicht zurück ins Hotel fahren. Wir sind stattdessen eine gute halbe Stunde zwischen Reisfeldern und Fischteichen in malerischer Umgebung spaziert.

Reisfelder Fischerhütte

Am Abend haben wir dann nochmal den Hotelshuttle nach Hoi An genommen. Dort war echt viel los. Am Fluss konnte man Boot mit Lampion fahren und kleine Papierboote mit Kerzen drinnen aussetzen. Wir haben das mal nicht gemacht und haben uns den Trubel nur aus der Ferne angeshen.

Fluss

Zum Abschluss sind wir in ein sehr nettes Teehaus auf ein Abendessen und lokalen Tee gegangen.

Tee

An Tag drei ging es wie schon erwähnt nochmal zu den Cham. 60km im Landesinneren von Hoi An aus liegt My Son - zu deutsch “Schöner Berg”. Dort haben die Cham eine riesige Tempelanlage gebaut. Dieses ist mittlerweile als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt. Die Tempelanlagen hier wurden zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert gebaut worden und My Son ist die bedeutendste Anlage des Cham Reiches. Es sind hier Überreste von insgesamt 71 Tempeln gefunden worden, es wird aber immer noch gegraben und gesucht.

Die aus Ziegel gebauten Tempel der Cham wurden auch im Vietnamkrieg schwer beschädigt. Sie wurden zum Teil schon restauriert aber es ist noch niemandem gelungen die fugenlose Originalbauweise aus Ziegeln zu reproduzieren. Die modernen restaurierten Teile sind sofort erkennbar und setzen auch Moos an, während die Originalteile besser das Wasser von der Oberfläche ins Innere der Mauern absorbieren und so außen trocken bleiben und dem Moos keine Chance bieten.

My Son My Son

Das hier ist übrigens der Schöne Berg My Son.

My Son

Wir durften auch hier noch eine Traditionelle Aufführung mit Wassertöpfen sowie einer traditionellen Flöte sehen.

Zu Mittag hatten wir ein ausgeziechnetes Mittagessen im Lokal Moon River ganz in der Nähe vom Hotel.

Moon River

Am Nachmittag haben wir uns dann eine Rückenmassage gegönnt und haben uns eine ganze Stunde durchkneten lassen.

Am nächsten Tag sind wir nochmal über die Reisfelder und den Strand spaziert und warten jetzt auf das Taxi zum Flughafen.

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